Humanoide Roboter mit Charakter
Von Oliver Schmalzl · Ausgearbeitet: · Archiv-Funddatum:
11.10.2026
Bei humanoiden Robotern denke ich schnell an Maschinen mit zwei Beinen, einem glatten Gesicht und möglichst viel Ähnlichkeit zum Menschen. Beim Stöbern auf Humanoid.guide fällt aber auf: Es geht auch deutlich verspielter.
Besonders die Modelle aus Belgien und Frankreich gefallen mir. Einige wirken eher wie Figuren aus einem Animationsfilm. Andere sehen so aus, als hätten sie gerade eine ziemlich ungewöhnliche Frage gestellt.
Steve aus Belgien
Steve ist der belgische Kandidat in dieser Auswahl. Schon sein Name gefällt mir: Andere Roboter heißen wie eine Modellnummer. Dieser heißt einfach Steve.
Humanoid.guide stellt ihn als Roboterfigur für Veranstaltungen und Begegnungen mit Publikum vor. Im Portfolio seines Gestalters steht er unter „Steve: Cinema Hero“. Für mich klingt das nach einem passenden Auftritt: Steve hat die Hauptrolle, wir schauen zu.
An ihm gefällt mir die Idee, einen Roboter als eigene Figur zu gestalten. Er muss nicht aussehen wie ein Mensch, um interessant zu sein.
Miroki und Miroka aus Frankreich
Miroki und Miroka gehören zur Mirokaï-Familie von Enchanted Tools aus Paris. Das Unternehmen entwickelt ihre Gestaltung zusammen mit Animationsexperten. Die Figuren haben sogar eine eigene erfundene Welt und Hintergrundgeschichte.
Das sieht man ihnen an. Sie wirken auf mich wie Besucher aus einem Animationsfilm, die plötzlich im echten Raum stehen. Ihre Gesichter und die auffälligen Ohren machen sie für mich zu den sympathischsten Kandidaten dieser Auswahl.
Enchanted Tools beschreibt die Mirokaï als soziale Roboter, unter anderem für Begegnungen mit Menschen und Serviceaufgaben. Meine erste Reaktion ist trotzdem: Den beiden würde ich erst einmal zuwinken.
Das Profil bei Humanoid.guide zeigt die Familie ebenfalls. Wer die Figuren kennenlernen will, findet auf der Herstellerseite ihre Geschichte und Präsentationen.
Reachy 2 aus Frankreich
Reachy 2 kommt von Pollen Robotics aus Bordeaux. Hinter seiner freundlichen Gestaltung steckt eine Open-Source-Plattform für Robotik und KI. Er lässt sich per Python steuern oder über VR fernbedienen.
Das gefällt mir: ein Roboter, der verspielt wirkt und gleichzeitig zum Experimentieren gedacht ist. Der Eintrag bei Humanoid.guide ist ein guter Ausgangspunkt zum Weiterstöbern.
Bonus: Reachy Mini
Reachy Mini ist kein kompletter zweibeiniger Humanoid. Als kleiner Companion-Roboter (Begleitroboter) passt er für mich trotzdem in diese Runde.
Auf der Herstellerseite gibt es Bewegungsbeispiele wie Tanzen, Lachen und neugieriges Schauen. Genau solche kleinen Reaktionen machen ihn für mich lustig. Ein Roboter auf dem Schreibtisch, der neugierig den Kopf bewegt, hat schon einiges an Charme.
Meine Favoriten
Steve für den Namen und seinen Auftritt. Miroki und Miroka für ihre Gestaltung. Reachy Mini als kleiner Schreibtischkumpel.
Ich mag Roboter, bei denen jemand auch an den Charakter gedacht hat. Technik darf ruhig ein bisschen schräg aussehen. Gerade dann bleibt sie mir im Gedächtnis.
Weiterstöbern
Wer nach den sympathischen Kandidaten auch die größere Robotiklandschaft erkunden will, findet hier weitere Einstiege:
- Wikipedia: Humanoid robot — Überblick über den Begriff, die Geschichte und verschiedene Bauformen.
- Humanoid — die Website eines Robotikherstellers; kein allgemeines Roboterverzeichnis.
- Humanoid Robots Database — Einstieg in eine Sammlung von Robotern und Herstellern.
- Die Roboterliste der Datenbank — direkt zu den einzelnen Modellen.
- Humanoid Robotics Technology: A Complete Guide — ein längerer Überblick zum Thema.
- Forbes: What Are Humanoid Robots? — eine journalistische Einführung.
- GitHub: list-ai-humanoid-robots — eine kuratierte Linkliste zum Weiterrecherchieren.
Die Auswahl bezieht sich auf die verlinkten Präsentationen. Ich habe die Roboter nicht selbst getestet. Quellenstand: 11. Oktober 2026.